Infos zur Afrikanischen Schweinepest

Hier finden Sie einige Infos zur Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Definition:

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende Viruskrankheit bei Schweinen, die sehr widerstandsfähig ist (auch im Boden und in Fleisch/Wurstwaren).

Eine Therapie ist weder immuntherapeutisch (Impfstoff) noch auf anderem Wege möglich. Behandlungsversuche sind tierseuchengesetzlich verboten.

 

Symptome:

Symptomatik zunächst unauffällig: Erhöhung der Körpertemperatur, Appetitlosigkeit,       allgemeine Schwäche, rot-blau verfärbte, mit Blutungen verbundene Flecken in der äußeren Haut, Blutergüsse an den Ohren aus

Bei der perakuten (extrem schnell auftretenden) Form der ASP tritt der Tod der Tiere binnen 2-7 Tagen ein. Die Sterblichkeitsrate beträgt nahezu 100 %.

 

Maßnahmen zur Prävention der Einschleppung der ASP:

·        Flächendeckend werden auffällige Wildschweine werden nach der Schweinepest-Monitoring-Verordnung untersucht

·        Jäger: stichprobenartige Untersuchungen, Reduzierung der Schwarzwildpopulation

·        Landwirte: ständige Verschlusssicherheit der Schweineproduktionsanlagen, betriebsfremde Personen nur in Begleitung eines Betriebsverantwortlichen, betriebseigene Arbeitsschutzbekleidung, Reinigen und Desinfizieren, absolutes Fütterungsverbot "tierischer Speiseabfälle", Personen, die aus betroffenen Regionen zu uns kommen oder diese besuchen, müssen unbedingt darauf hingewiesen werden

·        Tourismus, Auto- und Flugzeugverkehr: Vorsicht gilt bei der Rückkehr aus den osteuropäischen Staaten insb. Ukraine, Estland, Litauen, Polen, Tschechien sowie Russland. Keine Schweinefleischprodukte unachtsam entsorgen.

 

Maßnahmen bei Ausbruch der ASP:

Wird die ASP bei Wildschweinen festgestellt, werden ein gefährdeter Bezirk und eine Pufferzone eingerichtet (zusammen mind. 30km). Schweinehalter in diesen Bezirken sind unter besonderer Aufsicht.

Wird die ASP bei Hausschweinen festgestellt, erfolgt die Keulung aller Schweine in den Ausbruchsbetrieben. Im 3 km Umkreis wird ein Sperrbezirk eingerichtet, zusätzlich 7km Beobachtungsgebiet. Es herrscht Transportverbot. Frühestens 40 Tage nach der Reinigung und Desinfektion darf neu belegt werden.

 

Absicherung:

Die TSK entschädigt bei Keulung des Bestands zum Marktpreis (max. 1.500€/Schwein), aber nicht für den Ertragsverlust. Es gibt Züschusse für die Reinigung und Desinfektion. Zu den Tierkörperbeseitigungskosten gibt es keinen Eigenbeitrag des Tierbesitzers zu leisten. Für Details informieren Sie sich bitte bei Ihrer zuständigen Tierseuchenkasse.

Bei Betriebsunterbrechung nach Keulung oder bei Sperrung des Betriebs in entsprechenden Sperr- oder Beobachtungsgebieten entschädigt nur eine private Ertragsschadenversicherung. Empfehlenswert ist eine Versicherung für investierende und spezialisierte Betriebe. Beitragssummen werden betriebsindividuell berechnet. Infos unter www.lbv-u.de (BaWü) und www.bbv-service.de (Bayern) und anderen Versicherungsunternehmen.

 

 

Unser Ansprechpartner zur Afrikanischen Schweinepest:

Hermann Thierer

0711 4603 110

h.thierer@vz-gmbh.de